Breisgau-S-Bahn

Ohne Umsteigen im Stundentakt von Villingen nach Freiburg

Breisgau-S-Bahn: ÖPNV im Schwarzwald-Baar-Kreis um attraktives Angebot reicher

„Volle Kraft voraus für noch bessere Verbindungen rund um Breisgau und Schwarzwald“: Das war der Antrieb für die Bauarbeiten zum Projekt „Breisgau-S-Bahn 2020“. Jetzt ist es geschafft: Mit dem Fahrplanwechsel zum 15. Dezember reisen Fahrgäste im Stundentakt bequem zwischen 5 und 24 Uhr umsteigefrei mit der Linie S1 der „Breisgau-S-Bahn“ von den großen Städten Villingen und Donaueschingen über Hüfingen und Döggingen bis in die südbadische Metropole Freiburg. Von dort ist es nicht mehr weit zum Kaiserstuhl oder in den Europapark. Der Dögginger Bahnhof übernimmt künftig die Rolle eines wichtigen Verkehrs-Knotenpunktes für den regionalen ÖPNV.

Die Fahrzeit beträgt zwar wie früher 1:40 Stunden, dafür werden jedoch mehr Haltestellen angefahren. Damit ist der öffentliche Nahverkehr im Schwarzwald-Baar-Kreis um ein attraktives Angebot reicher. Vom neuen Linienangebot profitieren Berufspendler, Ausflügler, Geschäftsleute und Urlauber.
Die nun durchgängige West-Ost-Achse zwischen Breisach, Donaueschingen und Villingen wurde in nur 36 Monaten Planungs- und Bauzeit realisiert. Im Zuge des Großprojektes wurde die Strecke zwischen Donaueschingen und Neustadt elektrifiziert. Der Umstieg in Neustadt fällt weg: Fahrgäste müssen nicht mehr um einen Sitzplatz im Folgezug oder um ihren Anschluss bangen. Bahnhöfe und Haltepunkte wurden modernisiert und das Fahrplanangebot verbessert. Alle Stationen und Züge sind barrierefrei, die Reisenden gelangen durch Rampen und Aufzüge bequem an die überwiegend 140 Meter langen Bahnsteige. Damit die Anlagen termingerecht fertig wurden, arbeiteten die Firmen zeitweise im Dreischichtbetrieb an sieben Tagen in der Woche.

Um 11 dreiteilige und 15 vierteilige Elektrotriebwagen erweitert die SFBW (Landesanstalt Schienenfahrzeuge Baden-Württemberg) ihren Fuhrpark. 154 Sitzplätze bieten die Dreiteiler in der 2. Klasse, in den Vierteilern sind es 238 Sitzplätze. Die Fahrgäste können sich auf viel Komfort freuen: In allen Wagen der ersten und zweiten Klasse gibt es moderne Fahrgastinformationssysteme, Videokameras für mehr Sicherheit, Klimaanlage, Steckdosen, WLAN, WCs, großzügige Sitzabstände und geräumige Mehrzweckbereiche für Fahrräder, Kinderwagen und Rollstühle.

Mit Anstiegen von bis zu 5,7 Prozent ist die Höllentalbahn die steilste Hauptbahnstrecke in Deutschland und stellt große Herausforderungen an Mitarbeiter und Technik. Auf 160 Stundenkilometer bringen es die Züge, und bei ihrer Fahrt von Freiburg nach Donaueschingen überwinden sie auf dem Streckenabschnitt bis Hinterzarten 600 Höhenmeter. Dank neuester Antriebstechnik werden dennoch etwa 30 Prozent weniger Strom verbraucht.

Der Ausbau der Höllentalbahn ist Teil des „Integrierten regionalen Nahverkehrskonzeptes Breisgau-S-Bahn“ des Zweckverbands Regio-Nahverkehr Freiburg (ZRF). Zu den Projektpartnern gehören auch der Schwarzwald-Baar-Kreis, 3-Löwen-Takt und die Deutsche Bahn. Mit einer Eröffnungsfahrt von Endingen bis Donaueschingen und einer Festveranstaltung in den Donauhallen wird am 14. Dezember die Inbetriebnahme mit den Projektbeteiligten und mit geladenen Gästen gefeiert.

Über die Breisgau-S-Bahn-App können sich die Fahrgäste rund um die Breisgau-S-Bahn informieren.

Das Wichtigste zur Breisgau-S-Bahn auf einen Blick:

  • Umsteigefrei von Villingen nach Freiburg
  • Barrierefreie Bahnhöfe
  • Größere, moderne Züge
  • Zuverlässiges Fahrplanangebot jede Stunde
  • Geringere Umweltbelastung
  • Moderne Sicherheitskonzepte der Tunnelanlagen